Gutartigen Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms – Sigmadivertikulitis

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Wie operativ behandeln ?

Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand und können theoretisch an jeder Stelle des Darmes auftreten. Bei Menschen in den westlichen Industrieländern finden sich diese Divertikel mehrheitlich im linksseitigen Dickdarm und hier insbesondere im sogenannten Sigma (Grimmdarm).

Die Divertikulose ist eine der häufigsten gutartigen Veränderungen des Magen-Darmtrakts in der westlichen Welt.

Während die Divertikulose bei unter 40-Jährigen selten ist, steigt das Auftreten von Dickdarmdivertikeln auf ca. 30% bei den 60-Jährigen und 65 % bei den 85-Jährigen.

Die Mehrheit der Patienten mit Kolondivertikulose bedarf keiner Therapie. Kommt es nun zu einer Entzündung eines oder mehrere Divertikel entsteht eine Divertikulitis. Weder Ausmaß noch Zahl der Divertikel erlauben es vorherzusagen, ob im weiteren Verlauf eine Divertikulitis entstehen wird.

 

Kommt es zur Entzündung der Divertikel entsteht aus der harmlosen Divertikulose eine behandlungsbedürftige Divertikulitis.

Ist eine Divertikulitis entstanden bestehen üblicherweise Beschwerden. Typisch ist der starke bis sehr starke Schmerz im linken Unterbauch („Linksappendizitis“). Häufig kann man eine Verhärtung („Walze“) tasten. Neben allgemeinen Symptomen wie Krankheitsgefühl, Fieber und evtl. Schüttelfrost kommt es nicht selten zu Veränderungen des Stuhlganges. Es können Durchfälle aber auch eine plagende Verstopfung auftreten. Mitunter kommt es zu Blut und Schleimbeimengungen zum Stuhl.

 

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