Proktologie

Allgemeine Informationen

Die Proktologie (von griechisch: proktos „After“) ist ein medizinisches Teilgebiet, dass sich mit Erkrankungen des Endarmes und Analkanals beschäftigt.

Fast jeder zweite Erwachsene hat irgendwann einmal im Leben Beschwerden im Bereich des Enddarmes. Die Beschwerden können so wie die Krankheitsbilder in diesem Bereich sehr unterschiedlich sein.

Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören:

1. Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind Gefäßpolster die zur Abdichtung des Analkanals notwendig sind. Wenn sich diese vergrößern spricht man von einem Hämorrhoidalleiden. Die Vergrößerung kann unterschiedlich ausgeprägt sein und dann zu Beschwerden führen.
Beschwerden: Juckreiz, Nässen, Blutungen

Die Therapie richtet sich nach den Beschwerden und den Ausprägungsgrad der Hämorrhoiden. Man unterteilt die vergrößerten Hämorrhoidalpolster in 4 verschiedene Schweregrade. (Grad 1 bis 4). Die Therapie reicht von symptomatischen (konservativen) Maßnahmen bis zu verschiedenen operativen Maßnahmen.

2. Analvenenthrombose

Eine Analvenenthrombose ist eine plötzlich aufgetretene sehr schmerzhafte Schwellung im Bereich des Afters. Diese werden auch oft fälschlicherweise als äußere Hämorrhoiden bezeichnet. Hier ist eine Operation nur in seltenen Fällen notwendig.
Beschwerden: Schmerzen, Knoten am Rand des Afters

3. Analfissur

Eine Analfissur ist ein kleiner oberflächlicher Einriss in der sehr schmerzempfindlichen Analhaut. Häufig kommt es auch zu Blutungen, vor allem nach dem Stuhlgang. Hier unterscheidet man zwischen einer akuten (plötzlich aufgetretenen) und eine chronischen (immer wiederkehrenden) Form. Bei der letztgenannten Form ist eine Operation meistens notwendig.
Beschwerden: starke Schmerzen, Blutungen

 

4. Analfistel

Analfisteln sind Eitergänge zwischen dem Analkanal und der Hautregion um den After. Hier kann es immer wieder zu sehr schmerzhaften Entzündungen kommen, die auch den Schließmuskel zerstören können.
Beschwerden: Schmerzen, Sekretion von Eiter, wiederkehrende Entzündungen

5. Funktionelle Störungen wie Stuhlhalteschwäche (Inkontinenz) oder verschiedene Formen der Verstopfung (Obstipation)

Bei der Inkontinenz gibt es verschiedene Schweregrade. Dies kann soweit führen, dass die Patienten am sozialen Leben kaum noch teilnehmen können und ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Hier können die Ursachen vielfältig sein.

Durch eine Verletzung des Schließmuskelapparates im Rahmen eines Geburtstraumas kann es auch bei jungen Frauen zu einer Inkontinenz kommen. Durch Senkung des Beckenbodens oder durch die Folge von Nervenveränderungen kann die Kontinenz gestört sein.

Ein Darmwandvorfall (Rektumprolaps) kann die Kontinenz ebenfalls deutlich beinträchtigen. Häufig liegen komplexe Veränderungen im Bereich des Beckenbodens vor. Hier ist eine umfangreiche Diagnostik notwendig, um die richtigen therapeutischen Maßnahmen zu treffen.

Es gibt noch zahlreiche weitere Erkrankungen im Bereich des Mastdarms. Auch bösartige Erkrankungen im Bereich des Mastdarms oder der Afterhaut können
Beschwerden wie: Blutungen, Jucken, Brennen, Schmerzen auslösen.

 

Weitere und ausführliche Informationen erhalten Sie selbstverständlich in den persönlichen Gesprächen mit uns!

 

 

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