Schwerverletzten in Bingen und der Region steht künftig ein zertifiziertes Traumazentrum zur Verfügung. Das Heilig-Geist-Hospital Bingen ist nach erfolgreich abgeschlossenem Audit als lokales Traumazentrum im sogenannten TraumaNetzwerk Mainz-Rheinhessen zertifiziert. Das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) bestätigt, dass das Hospital Schwerverletzte nach Unfällen und schweren Verletzungen leitliniengerecht und auf hohem medizinischem Niveau versorgt.
Dr. Robin Uhlmann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Heilig-Geist-Hospital Bingen, sagt: „Die Zertifizierung verbessert die Versorgung in Bingen und der Region nachhaltig. Entscheidend ist, dass eine qualifizierte unfallchirurgische Behandlung jetzt wohnortnah erfolgen kann. Das spart Zeit, die schwerverletzte Patientinnen und Patienten brauchen.“
Das Heilig-Geist-Hospital Bingen versorgt als lokales Traumazentrum Schwerverletzte und ist fest in die Versorgungsstrukturen des TraumaNetzwerks Mainz-Rheinhessen eingebunden. Das TraumaNetzwerk DGU unterscheidet lokale, regionale und überregionale Traumazentren. Diese Traumazentren versorgen Schwerverletzte rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr. Sie verfügen über spezielle personelle, strukturelle und apparative Ressourcen wie eine Schockraum-Ausstattung und arbeiten eng in einem vernetzten System zusammen. Schwerverletzte erhalten nach standardisierten Kriterien so schnell das geeignete Versorgungsniveau. Mit der Einbindung schließt das Heilig-Geist-Hospital Bingen eine wichtige Lücke in der flächendeckenden Unfallversorgung.
Geschäftsführer Michael Gutendorf sagt: „Die Zertifizierung ist das Ergebnis einer zielgerichteten strategischen Entwicklung des Heilig-Geist-Hospitals. Die kontinuierliche Modernisierung und Anpassung unseres Hauses an den Versorgungsbedarf sind grundlegend für unsere langfristige Aufstellung. Diese Zertifizierung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sie schafft für unsere Patientinnen und Patienten Verlässlichkeit im Alltag, insbesondere im Ernstfall. Wir setzen alles daran, diesen positiven Entwicklungsweg weiterzugehen.“
Jens Lieser (LIESER Rechtsanwälte), vorläufiger Insolvenzverwalter, sagt: „Das Heilig-Geist-Hospital verfügt über eine große Fachkompetenz und Spezialisierung. Das ist eine solide Grundlage, um den Standort langfristig stabil aufzustellen.“
Der Aufnahme in das TraumaNetzwerk ist der Neuaufbau der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie in den vergangenen zehn Monaten vorausgegangen. Chefarzt Dr. Robin Uhlmann hat diesen Prozess geleitet und die strukturelle sowie personelle Stärkung der Abteilung gestaltet. Mit Dr. Julius Fabian Kranz, Dr. Michael Bayer und Maximilian Hegner gewinnt die Abteilung um Chefarzt Dr. Uhlmann, Samer Husien und Dr. Thomas Thalhofer bewährte Verstärkung, die ihre langjährige Erfahrung aus dem Kernteam des Marienhaus Klinikums Mainz einbringt. Durch den Aufbau eines umfassenden unfallchirurgischen Spektrums erfüllt das Heilig-Geist-Hospital nun die Anforderungen als lokales Traumazentrum.
Das Heilig-Geist-Hospital Bingen befindet sich seit Mai 2026 im vorläufigen Insolvenzverfahren. Ziel ist die Entwicklung einer tragfähigen Zukunftsperspektive für den Standort, die den medizinischen Versorgungsbedarf der Region langfristig sicherstellt.
Über das TraumaNetzwerk Mainz-Rheinhessen
Das TraumaNetzwerk Mainz-Rheinhessen ist Teil des bundesweiten TraumaNetzwerks DGU der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Ziel ist eine flächendeckende und qualitätsgesicherte Versorgung Schwerverletzter mit vergleichbaren Überlebenschancen, unabhängig von Ort und Zeitpunkt des Unfalls. Im Netzwerk sind Krankenhäuser unterschiedlicher Versorgungsstufen als lokale, regionale und überregionale Traumazentren organisiert und arbeiten eng mit den Rettungsdiensten zusammen. Die beteiligten Kliniken erfüllen definierte personelle, strukturelle und medizinische Anforderungen und werden regelmäßig im Rahmen von Audits überprüft.
Über die Heilig-Geist-Hospital Bingen gGmbH
Das Heilig-Geist-Hospital Bingen ist ein Krankenhaus der Grundversorgung mit 132 Planbetten. Rund 300 Mitarbeiter arbeiten im Geiste des Leitsatzes „Heile, was verwundet ist!“ zum Wohl der Patienten. Das Haus verfügt über Hauptfachabteilungen für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, Innere Medizin sowie Belegabteilungen für Hals-, Nasen-Ohren-Heilkunde und Urologie. Eine interdisziplinäre Intensivstation, eine Intermediate-Care-Einheit, eine Zentrale Notaufnahme und ein ortsnaher Hubschrauberlandeplatz ergänzen das Versorgungsangebot.
Über LIESER Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
Die Kanzlei ist ein führendes Büro auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung, Restrukturierung und Sanierung. Von 15 Standorten u. a. in Koblenz, Saarbrücken, Bonn, Mainz, Frankfurt am Main, Darmstadt, Mannheim, Köln und Trier werden Mandate aller Größenordnungen und Branchen betreut. In über 3.000 Unternehmensinsolvenzverfahren hat LIESER Rechtsanwälte die Kompetenz bei der Fortführung und Sanierung von Unternehmen erfolgreich unter Beweis gestellt. Weitere Informationen unter: www.lieser-rechtsanwaelte.de
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