Der Narbenbruch / Bauchwandbruch

Allgemeine Informationen

Bei einem Bauchdeckenbruch = Hernie (lat. fem. hernia von griechisch hernios „Knospe“) kommt es zu einem Austritt von Eingeweiden aus der Bauchhöhle durch eine angeborene oder erworbene Lücke in den tragenden Bauchwandschichten.

Die Ursachen der Bruchentstehung sind vielfältig. Bei angeborenen Hernien haben sich embryonal gebildete Bauchfellausstülpungen und Bauchdeckenlücken nicht zurückgebildet. Bei den erworbenen Hernien spielen verschiedene Ursachen eine Rolle (Vererbung, körperliche Belastung, Chronischer Husten, Stoffwechselerkrankungen z.B. der Leber oder Niere, Voroperationen, angeborene Bindegewebsschwäche).

Ist ein Bauchdeckenbruch entstanden wird er sich selbstständig nicht mehr zurückbilden. In aller Regel kommt es zu einer stetigen Größenzunahme, welche nicht unbedingt mit einer Zunahme von Beschwerden einhergehen muss, allerdings wird die operative Versorgung mit zunehmender Größe immer schwieriger und die operativen Ergebnisse schlechter.
Eine seltene aber gefürchtete Komplikation ist die Brucheinklemmung. Diese verursacht nicht nur stärkste Schmerzen, in vielen Fällen ist dann eine Notfalloperation, mitunter sogar eine Darmteilentfernung erforderlich.

Folgerichtig sollte daher ein Bauchdeckenbruch operiert werden. Bruchbänder sind keine Alternative da sie ein Bruchleiden niemals verbessern, immer aber die notwendige Operation verzögern und erschweren.

Zu den häufig vorkommenden Bruchformen gehören die Leisten- und Schenkelbrüche, Nabelbrüche, Oberbauchbrüche (Epigastrische Hernie) und verschiedenste Formen von Narbenbrüchen nach Voroperationen.

 

 

Foto: Zugangsweg der laparoskopischen Hernioplastik (IPOM) bei Nabel- und Bauchwandhernie. 3 Trokare sind platziert

 

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