Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin
Chefarzt Anästhesie
Intensiv- und Notfallmedizin

Oberarzt
06721 907 - 381
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Oberarzt
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Die Abteilung Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sorgt rund um Ihre Operation für eine sichere und umfassende medizinische Versorgung.
Hierzu setzen wir alle gängigen modernen Anästhesieverfahren ein, beraten vor jeder Operation ausführlich zum geeigneten Vorgehen und Gestalten die anschließende Schmerztherapie individuell und kontinuierlich.
In der Intensivmedizin sorgen wir für die Stabilisierung und Genesung kritisch kranker Patienten. Es besteht eine Spannweite von einfacher Überwachung der Vitalparameter, wie Atmung und Kreislauf, bis hin zur Beatmungstherapie, Herz-Kreislaufunterstützung und Nierenersatztherapie.

Leistungsspektrum
Prämedikationsambulanz
In der Anästhesieambulanz findet das sog. Prämedikationsgespräch zwischen Ihnen und einem der Narkoseärzte statt. Wir gehen in diesem Gespräch auf Ihre Vorerkrankungen, bestehende Medikation und mögliche Narkoserisiken ein und führen notwendige Untersuchungen durch. Gemeinsam wählen wir mit Ihnen das sicherste Narkoseverfahren aus und erklären Ihnen, was Sie genau erwartet.
Bitte beantworten Sie unsere Fragen so genau wie möglich, auch wenn der Zusammenhang mit der Narkose nicht sofort erkennbar ist.
Einen Termin in der Anästhesiesprechstunde erhalten Sie unter der Telefonnr. 06721 907 -198.
Sie erreichen das Sekretariat
montags bis donnerstags von 8:15 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr sowie freitags von 8:15 Uhr bis 14:30 Uhr.
Zum vereinbarten Termin bringen Sie bitte – soweit vorhanden - folgende Unterlagen mit:
- Aktueller Medikamentenplan
- Befunde behandelnder Ärzte oder andere wichtige ärztliche Befunde
- Allergiepass
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)
Die Allgemeinanästhesie (= Vollnarkose) bewirkt während der Dauer der OP eine zeitlich gesteuerte völlige Ausschaltung von Bewusstsein und Schmerzempfinden.
Die bei uns standardmäßig durchgeführte totale intravenöse Anästhesie (TIVA), also der Verzicht auf die Nutzung von Narkosegasen, macht Übelkeit und Erbrechen zur Ausnahme.
Da bei der Allgemeinanästhesie meist die Eigenatmung aufgehoben wird, muss durch Hilfsmittel wie Masken, Larynxmasken, Larynxtuben oder Endotrachealtuben, eine künstliche Beatmung gesichert werden. Bei bekanntem schwierigem Atemweg haben wir die Möglichkeit, eine fiberoptische Intubation durchzuführen oder ein Videolaryngoskop einzusetzen.
Neben einem umfangreichen Monitoring sämtlicher Vitalparameter, wie Atmung, Herz- und Kreislauffunktion, führen wir standardmäßig eine BIS- Überwachung (Bispektralindex) zur Narkosetiefenmessung durch. Hierbei können wir mit Hilfe eines prozessierten EEG´s (Messung der Hirnströme) die Narkose so steuern, dass Sie weder zu wach noch zu tief schlafend sind. Eine zu tiefe Narkose kann nämlich mit einer erhöhten Rate eines postoperativen Delirs (Verwirrtheit, Durchgangssyndrom) einhergehen
Regionalanästhesie (Teilnarkose)
Die Regionalanästhesie (= Teilnarkose) bewirkt eine auf eine bestimmte Körperregion begrenzte Ausschaltung des Empfindens, insbesondere der Schmerzwahrnehmung. Dies wird durch Injektion eines Lokalanästhetikums erzielt, entweder durch rückenmarknahe Anwendung (Spinalanästhesie, Periduralanästhesie) oder durch Wirkung an den Nervenbündeln, die eine Extremität (Arm, Bein) versorgen.
Routinemäßig werden Punktionen ultraschallgesteuert durchgeführt, um Verletzungen benachbarter Strukturen zu minimieren und eine sehr hohe Erfolgsrate zu erzielen. Solche Verfahren finden nicht nur Anwendung zur Ausschaltung des Operationsschmerzes sondern zunehmend häufiger zur postoperativen Schmerztherapie.
Kinderanästhesie
Im Heilig-Geist-Hospital Bingen werden im Jahr ca. 450 Kinder ab dem 2. Lebensjahr narkotisiert.
Unser besonderes Anliegen ist, dass Kinder und Eltern eine Operation und die damit verbundene Narkose als möglichst wenig belastend erleben. Dafür sorgt unser spezialisiertes und in der Kinderanästhesie routiniertes Team aus Anästhesisten und Pflegefachkräften für Anästhesie.
Nach einer Voruntersuchung und dem Vorgespräch besprechen wir gemeinsam mit Ihnen als Eltern und Ihrem Kind das am besten geeignete Narkoseverfahren und die entsprechende Schmerztherapie. Wenn Sie als Eltern besorgt sind, sprechen Sie mit uns über Ihre Sorgen und stellen Sie uns Ihre noch offenen Fragen.
Schon beim Narkosevorgespräch bekommen Sie ein EMLA-Pflaster (Zauberpflaster) mit, das Sie bereits zu Hause auf die vorher besprochenen Stellen aufkleben, damit die Haut vor der Punktion mit der Venenverweilkanüle bereits gut betäubt ist. Das Legen der Kanüle wird von den Kindern dann im Allgemeinen gut akzeptiert.
Am Tag der Operation und rechtzeitig vor der Narkose erhält Ihr Kind angstlösende und beruhigende Medikamente in Form eines gut schmeckenden Safts verabreicht. Beim Anlegen der Venenverweilkanüle sind Sie als Eltern noch bei Ihrem Kind. Die Allgemeinanästhesie erfolgt dann wie beim Erwachsenen.
Unmittelbar nach Ende der Operation erwachen die Kinder aus der Narkose und werden zur weiteren Beobachtung in den Aufwachraum verlegt, in den ein Elternteil dazu kommen darf.
Intensivmedizinische Therapie
Unsere interdisziplinäre Intensivstation verfügt über 6 Intensivbehandlungsbetten und 4 Überwachungsbetten (IMC = intermediate care Unit).
Auf der Intensivstation werden sowohl chirurgische wie auch internistische Patienten betreut. Unsere Abteilung leitet die Intensivstation und steht mit den chirurgischen und internistischen ärztlichen Kollegen in ständigem Austausch, um die uns anvertrauten Patienten bestmöglich zu betreuen und zu versorgen.
Zentrale Aufgabe der Intensivmedizin ist die Überwachung der Vitalparameter, deren Wiederherstellung und Aufrechterhaltung. Eine differenzierte Beatmungstherapie, Herz-Kreislauf Unterstützung und Nierenersatztherapie können zur Anwendung kommen
Fragen und Anliegen von Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen klären wir jederzeit gerne in einem persönlichen Gespräch. Das Team unserer interdisziplinären Intensivstation ist rund um die Uhr für Sie da und begleitet Sie und Ihre Angehörigen mit medizinischer Kompetenz und menschlicher Zuwendung.
Besuche auf der Intensivstation sind grundsätzlich möglich. Über die aktuellen Besuchszeiten informieren Sie unsere Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte.
Notfallmedizin
Im Heilig-Geist-Hospital Bingen ist ein innerklinisches Notfallteam etabliert, dass bei jeglichem Notfall auf dem Krankenhausgelände hinzugezogen werden kann.
Alle ärztlichen Mitarbeiter sowie die Pflegekräfte der Intensivstation, der Anästhesie und der Zentralen Notaufnahme werden regelmäßig in hausinternen Advanced Cardiac Life Support Kursen (ACLS) der American Heart Association (AHA) geschult (erweiterte Reanimationsmaßnahmen).
Alle übrigen Mitarbeitenden des Krankenhauses absolvieren regelmäßig einen Basic Life Support Kurs (BLS) der AHA, die kliniksintern angeboten und durch eine Gruppe engagierter Mitarbeitenden durchgeführt werden.