Bischof Kohlgraf dankt Mitarbeitern

26.03.2020

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Kliniken, in der medizinischen Versorgung und in der Pflege,

 

die Menschen weltweit gehen durch schwierige Zeiten. Die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist eine Bedrohung für uns alle. Auf bisher unbekannte Art und Weise ist das öffentliche Leben lahmgelegt. Auch unser öffentliches kirchliches Tun lässt sich derzeit praktisch nicht durchführen. Das gilt schmerzlicherweise auch für die bevorstehenden Kar- und Ostertage. Wie lange uns diese Gefährdung noch beschäftigen wird, ist nicht absehbar.

 

Wir sehen die furchtbaren Bilder besonders aus Italien. Viele Menschen haben Angst um ihre Gesundheit, aber auch um ihre Zukunft insgesamt. Nicht wenige sind einsam und geraten hoffentlich nicht aus dem Blick der Nachbarn und unserer Seelsorge. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten ist besorgniserregend.

 

Sie, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sind derzeit besonders gefordert, bis hin zur Gefährdung der eigenen Gesundheit. Diesen Dienst können wir alle nicht hoch genug schätzen, und es sind hoffentlich mehr als dürre Worte, wenn ich Ihnen herzlich danke für Ihr Lebenszeugnis. Sie leben das Evangelium, das ist mehr als viele Predigten durch gute Worte. Sie machen Menschen Mut und lassen sie hoffen. Ich stelle mir vor, dass auch Sie oft über Ihre seelischen und körperlichen Kräfte kommen. In dieser Situation wünsche ich Ihnen Menschen mit einem offenen Ohr, und auch die Erfahrung, dass Gott die Wege gerade dann auch mitgeht, wenn wir ihn weit weg glauben.

 

Ich gestehe, dass auch mir die Worte fehlen, wenn Menschen mich in dieser Situation nach dem Willen Gottes fragen. Not lehrt ja nicht nur beten, sondern führt auch in die Gottesferne. In solchen Zeiten wird das Bild des Gekreuzigten für mich immer wichtiger. Er gibt keine einfachen Antworten auf unsere Fragen, er trägt das Leiden mit und erspart uns allen nicht, seine Wege der Hingabe mitzugehen. Vielleicht ist die Liebe und Zuwendung, die wir schenken, die einzig richtige praktische Antwort auf die Fragen, die wir ansonsten nicht beantworten können.

 

Ihnen herzlichen Dank und Gottes Segen. Für die kommenden Kar- und Ostertage wünsche ich Ihnen besonders die Erfahrung der Nähe Gottes in Dunkel und Leid. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich Kraft und Hoffnung. Mein Gebet und meine Grüße gelten auch allen Ihnen Anvertrauten.

 

Ihr

 

Peter Kohlgraf

 

Bischof von Mainz

 

Heilig-Geist-Hospital Bingen gGmbH

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